Der Junge im gestreiften Pyjama – John Boyne

Ein Buch, das man so schnell nicht vergisst. (Brigitte)

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Quelle

Zum Inhalt

«[…] Bruno wächst zu Beginn des zweiten Weltkrieges wohlbehütet und glücklich mit seiner Familie in Berlin auf. Doch dann muss er plötzlich an einen Ort namens „Aus-Wisch“ umziehen, weil der „Furor“ den Vater dort für eine wichtige Aufgabe vorgesehen hat. Bruno kann das nicht verstehen und hasst sein neues, graues Zuhause, das in einer öden Gegend liegt, wo keiner mit ihm spielt. Besonders schrecklich und rätselhaft ist der endlose Stacheldrahtzaun hinter seinem Haus, hinter dem Menschen in gestreiften Schlafanzügen in Baracken leben. Die Antworten, die der Junge auf seine Fragen nach den „Menschen hinter dem Zaun“ erhält (Antwort des Vaters: „Das sind gar keine Menschen“) bringen ihn auch nicht weiter. Dann lernt er auf einem seiner Spaziergänge den gleichaltrigen Schmuel kennen, der auf der anderen Seite des Zaunes lebt, einen gestreiften Pyjama trägt und schrecklich abgemagert ist. Heimlich trifft sich Bruno von nun an fast täglich mit Schmuel und es entwickelt sich eine Freundschaft, die nur ein tragisches Ende finden kann.» (Amazon.de)

Meine Meinung

Der Junge im gestreiften Pyjama ist ein Roman der besonderen Art und Weise. Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe und ein Buch das man jederzeit lesen kann. Es handelt von der NS Zeit und der Leser muss wissen, was wirklich passiert ist,denn das macht den Reiz der zahlreichen Leerstellen aus und sonst würde man die Wirkung missverstehen, die der Autor erzielen möchte. John Boyne will die Situation weder total realistisch, noch genauestens geschichtlich korrekt darstellen. Der Roman ist aus der Sicht eines naiven 9-jährigen Jungens geschrieben, der nicht versteht was gerade passiert und sich die Welt selbst erklärt, indem er auf Entdeckungstouren geht. Es werden so manche Fakten nicht erwähnt und Wörter absichtlich falsch geschrieben. Es gibt uns als Leser viel Raum zum Nachdenken und man muss zwischen den Zeilen lesen. Mir hat die Geschichte aus Brunos Sicht sehr gut gefallen und für Bruno sind alle Menschen gleich, egal wo sie herkommen oder wie sie Aussehen. Und genau das macht die Freundschaft zwischen den beiden Jungen und das komplette Buch so besonders.

Fazit

Für mich ist Der Junge im gestreiften Pyjama ein absolutes Muss in der Welt der Literatur. Mich hat ein Buch noch nie so sehr zum Nachdenken gebracht, wie dieses, und es hat mich mitten ins Herz getroffen.

Bewertung

★★★★ 4 von 5 Sternen

 

 

Julia – Anne Fortier

Es ist das Geheimnis um die größte Liebesgeschichte der Welt: Romeo und Julia

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Ich glaube, „Julia“ ist das meinerseits meist gelesene Buch, welches ich besitze. Der Buchrücken ist voller Risse und das Buch ist von vielen Knicken geprägt, was ziemlich unüblich für mich ist. Denn ich hege und pflege meine Bücher, als wären sie meine größten Schätze. Und in einer gewissen Weise sind Bücher das ja auch!

Zum Inhalt

Das Buch „Julia“ handelt von Julie Jacobs, einer jungen Amerikanerin, die nach Italien reist, um ihrer Familiengeschichte nach zu gehen. Sie arbeitet in einem Ferienlager, um mit den Kindern Shakespeare’s Romeo & Julia einzustudieren, als sie von dem Tod ihrer Tante Rose erfährt, die sie und ihre Zwillingsschwester nach dem Tod ihrer Mutter großgezogen hat. Ihre Zwillingsschwester Janice erbt alles nach dem Tod von Tante Rose, und alles was Julie erhält, ist lediglich ein Brief, der sie nach Siena führt. Julie begibt sich auf die Suche nach ihrem Familienerbe nach Siena und sie stößt auf einige Dinge, die Fragen über ihre Mutter, Familienfehden und der mittelalterlichen Geschichte von Romeo Marescotti und Giulietta Tolomei aufwerfen.

Meine Meinung

Die Geschichte ist aus der Sicht von Julie Jacobs geschrieben, und zwischendurch erfährt man die wahre Geschichte von Romeo und Julia aus dem Jahre 1340, die sich auch in Siena abspielte. Es wird dementsprechend zwischen den Zeiten gewechselt, was mir sehr gefiel. Ich fand die Handlung und die Geschichte sehr spannend, da sie, verglichen mit anderen Romanen, sehr anders strukturiert ist und ein interessante Mischung darstellte. Es ist nicht nur eine 0815 Liebesstory sondern eher ein Mix aus historischem Roman, Krimi und Liebesroman. Anne Fortier hat eine super Geschichte auf die Beinen gestellt und am Ende wünscht man sich, auch von der Linie von Romeo & Julia abzustammen.

Fazit

Lest es unbedingt, wenn Ihr euch doch insgeheim für die Geschichte von Romeo & Julia interessiert, aber auch ein wenig Spannung und Action braucht, jedoch ein normaler Krimi für euch nicht in Frage käme.

Bewertung

★★★★ 4 von 5 Sternen